Allgemeine Therapieprinzipien
Bis heute ist eine ursächliche Behandlung von Demenzerkrankungen nicht möglich. Daher zielt die Behandlung einer an Demenz erkrankten Person darauf ab:
- alltagsrelevante Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten
- die Versorgungssituation von Erkrankten und Angehörigen zu verbessern
Die Therapie von Demenzerkrankungen umfasst die medikamentöse Behandlung und psychosoziale Interventionen für Betroffene und Angehörige im Konzept eines Gesamtbehandlungsplans. Wie im folgenden Schema dargestellt, werden dafür unterschiedliche Zielfelder berücksichtigt:
Die Therapie ist aufgrund variabler Symptom- und Problemkonstellationen individualisiert zu gestalten und muss auf die progrediente Veränderung des Schweregrads der Erkrankung abgestimmt sein.
Für die Betreung der Patienten und Patientinnen spielt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin, den Angehörigen, dem betreuenden Personal und dem sozialen Umfeld eine wesentliche Rolle. Die Einbindung der betreuenden Angehörigen in die Behandlungsmaßnahmen dient auch der Vorbeugung von Belastungsreaktionen.
Quelle: DGPPN/DGN-S3-Leitlinie "Demenzen", 2009; DEGAM-Leitlinie Nr.12 Demenz, 2008
Aktualisiert am 06.02.2012 11:28:19







