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Risikofaktoren

Das Risiko für das Auftreten einer Demenz steigt in der zweiten Lebenshälfte mit dem Alter stark an, wobei die Alzheimer-Krankheit in dieser Altersgruppe die häufigste Demenzursache ist. In jüngeren Altersgruppen gelten hingegen Infektionen (z.B. HIV), substanzinduzierte neuronale Schädigungen und seltenere genetische Erkrankungen (z.B. Chorea Huntington) als häufigste Ursache einer Demenz.

In epidemiologischen Studien wurden folgende Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz gefunden:

  • Weibliches Geschlecht: Frauen sind häufiger von Demenz betroffen als Männer, was nur teilweise mit der höheren Lebenserwartung und hormonellen Unterschieden erklärbar ist
  • Demenz bei Verwandten ersten Grades
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Leichte kognitive Störung ("Mild Cognitive Impairment"= MCI)
  • Vorliegen bestimmter neurologischer Erkrankungen (z.B. Parkinson-Krankheit, Down-Syndrom, Chorea Huntington)
  • Schlaganfall (auch weiter zurückliegend), insbesondere in Kombination mit weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Geringe psychosoziale Betätigung und geringe geistige Aktivität (Menschen mit höherem Bildungsniveau und einem intellektuell anregenden sozialen Netz scheinen weniger zur Entwicklung einer Demenz zu neigen, wobei es vermutlich eher so ist, dass die Demenz durch die größere "geistige Reserve" erst später zum Vorschein kommt.)
  • Riskanter Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit
  • Vaskuläres Risikoprofil (z.B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettleibigkeit oder Rauchen)

Quelle: DGPPN/DGN-S3-Leitlinie "Demenzen", 2009; DEGAM-Leitlinie Nr.12 Demenz, 2008

Aktualisiert am 04.10.2012 17:37:15