• de
  • ru
  • tr
  • smallText
  • normalText
  • largetext

Medikamentöse Therapie bei Demenz

Therapie von Gedächtnis- und Denkstörungen bei Demenz

Die meisten einer Demenz zugrunde liegenden Erkrankungen sind prozesshaft fortschreitend, nur für wenige gibt es zugelassene Medikamente, die jedoch die Krankheit weder beseitigen noch den Krankheitsverlauf beeinfussen können. Die bislang vor allem für die Alzheimer-Krankheit verfügbaren Medikamente beschränken sich auf die Behandlung der Symptome und können im Optimalfall eine zeitweise Stabilisierung der Denkleistung und Alltagskompetenz bewirken.

Medikamente, die dem demenztypischen Verlust von denk- und gedächtnisbezogenen (= kognitiven) Fähigkeiten entgegenwirken sollen, nennt man Antidementiva (oder auch Nootropika, dieser Begriff wird jedoch uneinheitlich verwendet und ist daher schwammig).

Therapie von Störungen des Erlebens und Verhaltens bei Demenz

Bei allen der Demenz zugrundeliegenden Erkrankungen können neben der Beeinträchtigung des Denkens und des Gedächtnisses auch Störungen im Erleben und Verhalten auftreten (auch als "nicht-kognitive Symptome" oder "herausforderndes Verhalten" bezeichnet), z.B. Depression, Aggression oder Angst. Häufig entstehen Angst, Depression und Aggression als Abwehrverhalten bzw. Reaktion auf das Verlusterleben, das mit der Erkrankung einhergeht.

Es sollte zunächst versucht werden, auf nicht-medikamentöse Art einzugreifen, z.B. durch den Einsatz von Hilfsmitteln, die das tägliche Leben erleichtern, oder Maßnahmen, die die soziale Integriertheit fördern und erhalten. Ist dies nicht hilfreich und ist die Empfindens- oder Verhaltensstörung für die erkrankte Person und ihre Angehörigen stark belastend, kann der Einsatz von Medikamenten erwogen werden, z.B.

Antidepressiva: Sammelbegriff für eine Gruppe von Medikamenten, die hauptsächlich bei Depression, aber auch bei Angst- und Zwangssymptomen eingesetzt werden

Neuroleptika: Sammelbegriff für eine Gruppe von „Nervendämpfungsmitteln“, die beruhigend wirken und häufig bei wahnhaftem Erleben oder Halluzinationen eingesetzt werden

Es kann vorkommen, dass die nicht-kognitiven Symptome die kognitiven Symptome verstärken, z.B. kann eine Depression die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen. So ist es durchaus möglich, dass sich durch die Behandlung der Depression auch die kognitive Leistung verbessert.

Verschiedene Demenzursachen - verschiedene medikamentöse Therapieansätze

Medikamente bei Demenz bei Alzheimer-Krankheit (AD)
Medikamente bei Demenz bei vaskulärer Hirnschädigung
Medikamente bei Mischdemenz (AD und vaskuläre Hirnschädigung)
Medikamente bei Demenz bei Frontotemporaler Lobärdegeneration (FTLD)
Medikamente bei Demenz bei Parkinson-Krankheit (PD)
Medikamente bei Demenz bei Lewy-Körperchen-Erkrankung (LBD)

Nicht empfohlene Medikamente (= Medikamente, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist)

Hier finden Sie die medikamentösen Therapieansätze der einzelnen Erkrankungen als Gesamtdokument (PDF-Format).

Aktualisiert am 02.05.2013 09:47:03