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Sondenernährung

Die Ernährung von Demenzpatienten und Demenzpatientinnen mittels perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG) wird kontrovers diskutiert. Eine Lebensverlängerung, eine Reduktion von Komplikationen oder eine Besserung der Lebensqualität durch Sondenernährung sind bei terminaler Demenz nicht belegt. Deutsche und europäische Leitlinien zur Ernährung von geriatrischen Patienten empfehlen bei Patienten und Patientinnen mit schwerer Demenz keine Sondenernährung. Ein positiver Effekt der Sondenernährung bei Demenz ist allerdings in bestimmten Situationen möglich (DEGAM-Leitlinie Nr. 12 Demenz, 2008):

  • kein terminales Krankheitsstadium
  • Erfolglosigkeit konservativer Nahrungsunterstützung
  • guter Allgemeinzustand
  • erhaltene Mobilität

Für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis kann der Algorithmus einer amerikanischen Leitlinie hilfreich sein, der auch ethische Aspekte zu berücksichtigen versucht.

Bei Anlage einer PEG sind insbesondere Patientenverfügungen zu beachten, und es ist der mutmaßliche Wille des Erkrankten zu ermitteln.

Quelle: DGPPN/DGN-S3-Leitlinie "Demenzen", 2009, DEGAM-Leitlinie Nr.12 Demenz, 2008

Aktualisiert am 04.10.2012 17:58:39